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(TROSSINGEN) Beim Tag der offenen Tür hat die Freiwillige Feuerwehr am Wochenende die Massen angezogen. Viele Attraktionen, Vorführungen und lebenswichtige Informationen rund um die Themen Brand, Löschen, Retten und Vorbeugung sind den Besuchern präsentiert worden.
„Einmal in einem knallroten Feuerwehrauto sitzen“ war der Grund des vierjährigen Magnus für den Besuch beim Tag der offenen Tür auf dem Areal der Freiwilligen Feuerwehr. Freilich hatten die über 80 fleißigen Helfer um Kommandant Thomas Springer noch viele weitere Attraktionen vorbereitet. Schon am Samstagabend war die Halle bei der „70er- & 80er-Party“ brechend voll.
Am Sonntag legte sich insbesondere auch die Jugendfeuerwehr ins Zeug, die mit ihren Vorführungen vor allem die jungen Gäste zum Mitmachen anlockte. „Wasser marsch!“ befiehlt der dreijährigen Anthony seinem Papa beim „Kinderfeuer“. Der muss kräftig mit dem Kübellöscher (benannt nach ihrem Erfinder Pfarrer Kübel) pumpen – und sein Filius hat einen Heidenspaß beim Löschen der imaginären Flammen in der aufgestellten Holzhauswand. „Getroffen“, ruft Anthony’s Nachbar. Der übt sich im Ziellöschen auf die Löcher in der Front des Holz-Feuerwehrautos. Jung-Feuerwehrmann Darius probiert derweil einen CSA an.
Das ist ein „Chemischer Schutzanzug“ für Einsätze in chemisch verseuchten Räumen. „Da geht nichts mehr durch“ versichert der Betreuer am Stand. Hier wird auch fachmännische Auskunft über vorbeugende Maßnahmen erteilt, zum Beispiel zum Thema Brandmelder. „In jeder Etage des Hauses sollte mindestens ein zertifizierter Brandmelder installiert werden“, mahnt Ulrich Adrion. Jede Menge Information erhält der Besucher auch über Organisation, Aufgaben und Einsätze der Feuerwehr sowie über das Angebot der Jugendfeuerwehr. Die hat einen eigenen Raum im Feuerwehrmagazin. Am dortigen Billardtisch versuchen gerade ein paar kleine Knirpse, die Kugeln ins Loch zu bugsieren. Dabei ist der Tisch fast höher als sie selbst.
Draußen im Hof löchert inzwischen ein neugieriger Sechsjähriger Jugendfeuerwehrmann Michael Neipp mit Fragen, während dessen Kollege Jens Heyer gerade gemeinsam mit einem anderen Kind die Tür des bereitgestellten Schrottautos mit der Rettungsschere abtrennt. Vorher hatte er mit dem sogenannten Spreizer für ausreichend Platz gesorgt, damit die Schere auch angesetzt werden kann. „Für eingeklemmte Füße unter den Pedalen gibt es auch noch eine kleinere Schere“, erklärt Jens seinem momentanen Helfer. Das Mitmachen fasziniert die kleinen Besucher wieder einmal ganz besonders. Zum Entspannen können sie in einem Käfig Luftballons fangen, die vom Gebläse durcheinander gewirbelt werden. Oder man geht mal kurz rüber an den Kletterturm, zum Balancieren auf dem Feuerwehrschlauch oder zum „Entenangeln“.
Den recht flott übers Wasser huschenden Quietsch-Enten ist aber nur mit einem Magnet am Ende der Holzangel beizukommen. Passieren kann den Kindern nichts, denn überall hat die Jugendfeuerwehr Betreuer parat. Mit der geplanten Feuerlöschaktion wird es allerdings nichts. Der starke Wind erspart quasi den Feuerlöscher an diesem Tag. Ganz anders motiviert als die Kleinen, nutzen die Erwachsenen nach einem Informationsrundgang die geräumige Fahrzeughalle zu einem leckeren Mittagessen. Hier kann man bei Schweinsbraten oder Currywurst noch etwas fachsimpeln und sich später noch am überaus einladenden Kuchenbuffet bedienen. Das eifrige Küchenteam ist dem riesengroßen Ansturm fast nicht gewachsen und so müssen viele Hungrige, wie auch Bürgermeister Dr. Maier, eine „elend lange Schlange“ registrieren.
Das tut der guten Stimmung in der Halle aber keinen Abbruch und Kommandant Springer schaut sehr zufrieden drein. Denn erstens war der Tag der offenen Tür wieder ein großer Erfolg und zweitens musste die Trossinger Bereitschaft zum Glück an diesem Tag nicht ausrücken.
Text und Bild: Trossinger Zeitung
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